Gewerbeschule Durlach

Schüleraustausch mit Krasnodar in Russland

Elf Schülerinnen mit zwei Begleitpersonen aus der Partnerstadt Krasnodar, Russland, besuchten eine ganze Woche die Gewerbeschule Durlach.

"Persönliche Kontakte tragen zur Verständigung zwischen den Nationen bei", mit diesen Worten begrüßte Schulleiter Christian Nolte die Austauschschüler an der Gewerbeschule Durlach.

Zum Programm in der Besuchswoche gehörte ein Treffen mit der Bürgermeisterin, Frau Alexandra Ries, die Besichtigung verschiedener Betriebe, darunter die Bäckerei Nußbaumer in Waldbronn und das Edeka-Fleischwerk in Rheinstetten.

Außerdem stellten die Jugendlichen in den Lehrwerkstätten Hefeteiggebäck und Desserts mit einer Bäckerklasse bzw. einer Konditorenklasse her. Betreut wurde die Gruppe von den Fachlehrerinnen Daniela Volk und Dagmar Schlindwein, von den Kollegen Peter Mayer , Bruno Kreid, Andreas Mohr und vom Abteilungsleiter Nahrung Wolfgang Heinz.

An der Partnerschule in Krasnodar würden Nahrungsmittelhandwerker ausgebildet, allerdings, so Direktorin Elena Khangeldieva, begleitet von ihrer Kollegin Tatiana Doroshenko, derzeit in einer rein schulischen Ausbildung. "Wir lernen hier jedoch sehr viel über das Duale System und würden das bei uns auch gerne aufbauen." Viele Betriebe sähen jedoch nicht ein, dass sie einem Auszubildenden Geld zahlen sollten, während er in der Schule sei und sie nichts von ihm hätten.

Der Schulleiter Christian Nolte freut sich, dass sich die Kooperation auch in Hinblick auf das Duale System so gut entwickelt. Auch Bäcker- und Konditormeisterin und Fachlehrerin Daniela Volk begrüßt den Austausch: "Ich hoffe, dass wir den Schülerinnen Anregungen mitgeben können", sagt sie. Auf dem Programm stehen Kurse zur Herstellung von Desserts und von Hefesüßteig-Osterhasen und ein Besuch des Fleischwerkes in Rheinstetten.

Die russische Direktorin Elena Khangeldieva zeigte sich erstaunt über die Vielfalt der deutschen Backwaren und über die einfachen Möglichkeiten, formschöne Hefeteilchen zu gestalten. Beeindruckt hatte sie auch, wie praxisorientiert der Berufsschulunterricht organisiert ist und dass es möglich war, ohne besondere Sprachkenntnisse viel zu lernen.

Allerdings stand den Gästen die ganze Zeit über Auszubildende zum Übersetzen zur Verfügung. Auch die russischen Schülerinnen und Schüler waren begeistert, insbesondere vom gemeinsamen Unterricht im Praxisunterricht und vom Besuch von zwei Ausbildungsbetrieben.

Im nächsten Jahr ist ein Gegenbesuch geplant.

Der Schüleraustausch wurde gefördert von der "Stiftung Deutsch-Russischer-Jugendaustausch" in Hamburg und der Stadt Karlsruhe.