Gewerbeschule Durlach

Die Ausbildung zum Fleischer / zur Fleischerin

Mit der neuen Ausbildungsverordnung von 2005 hat sich der Beruf des Fleischers weiterentwickelt. Zunächst lernt man traditionell den Ausbildungsbetrieb kennen. In den Bereichen Hygiene und Arbeitssicherheit bekommt der Auszubildende eine besondere Ausbildung, da einerseits Lebensmittel unbedenklich für die Gesundheit des Verbrauchers sein müssen und andererseits viele gefährliche Werkzeuge und Maschinen in der Fleischerei täglich verwendet werden.

Zu den alltäglichen Aufgaben eines Fleischers gehört das Zerlegen und Ausbeinen von Schweine- und Rindfleisch. Das Schlachten, zum Gewinnen dieser Rohstoffe, ist in manchen Betrieben ebenso noch Ausbildungsgegenstand.

Das Material wird mit Gewürzen und anderen Zutaten zu Roh-, Brüh- und Kochwürsten verarbeitet. Dabei lernt der Auszubildende auch den Umgang mit Därmen. Weiterhin stellt der angehende Fleischer auch viele Fleischwaren wie Kochschinken oder Rohschinken her. Darüber hinaus lernt er, wie man Konserven richtig produziert und kennzeichnet. Wichtige Neuerungen in dem Beruf sind aber das Herstellen von Gerichten, das Planen von Veranstaltungen und das Verpacken von Würsten und küchenfertigen Erzeugnissen. Der Auszubildende kann am Anfang der Ausbildung zwei der insgesamt sechs Wahlqualifikationen als Ausbildungsinhalt festlegen, je nach Möglichkeiten des Betriebes.

Voraussetzungen

  • Hauptschulabschluss
  • Ausbildungsvertrag

Einzugsgebiet

  • Karlsruhe
  • Ettlingen
  • Bruchsal
  • Bretten
  • Baden-Baden
  • Rastatt

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Eine Lehrzeitverkürzung ist bei entsprechender schulischer oder beruflicher Vorbildung bzw. bei guten schulischen und betrieblichen Leistungen auch während der Ausbildung möglich.

Die Ausbildung findet an drei verschiedenen Lernorten statt:

Lernen im Betrieb

Die praktische Ausbildung erfolgt überwiegend in den Produktionsstätten des Handwerks.

Von großer Bedeutung für diese Ausbildungsform ist der hohe Grad der Praxis­orientierung.

Im Betrieb werden den Auszubildenden alle berufs­spezifischen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt.

Lernen in der Berufsschule

Die Berufsschule erweitert und ergänzt die betriebliche Ausbildung.

Der Unterricht vertieft das fachliche Wissen, fördert die berufstheoretischen Kenntnisse und vervollständigt das allgemeinbildende Wissen.

  • Lehrplan
  • Überbetriebliche Ausbildung

    Ergänzt wird die berufliche Ausbildung durch eine überbetriebliche Ausbildungsmaßnahme (ÜBA), die auch an der Gewerbeschule Durlach durch die Fleischerinnung durchgeführt wird.

    Die Ausbildung in der Berufsschule ist in 13 Lernfelder gegliedert:

    • Einführen eines neuen Mitarbeiters
    • Beurteilen und Zerlegen von Schwein oder Lamm
    • Herstellen von Hackfleisch
    • Herstellen von küchenfertigen Erzeugnissen
    • Informieren über Fleischereiprodukte
    • Beurteilen und Zerlegen von Rind
    • Herstellen von Roh- und Kochpökelwaren
    • Herstellen von Kochwurst
    • Herstellen von Brühwurst
    • Herstellen von Rohwurst
    • Herstellen von verzehrfertigen Produkten
    • Gewinnen von Rohstoffen, Herstellen von Gerichten und besonderen Fleisch- und Wurstwaren
    • Beraten von Kunden, Planen von Veranstaltungen und Verpacken von Produkten

    Prüfungen

    • Abschlussprüfung der Berufsschule
    • Gesellenprüfung der Handwerkskammer
    • Modell 9+3 (Mittlerer Bildungsabschluss bei guten Leistungen in der Hauptschule, der Berufsschulprüfung und bei der praktischen Gesellenprüfung)

    Berufliche Möglichkeiten nach erfolgreichem Abschluss

    • Betriebsleiter/in
    • selbständige/r Fleischermeister/in
    • Betriebsleiter/in
    • Fachlehrer an einer Berufsschule
    • Betriebsassistent
    • Produktionsleiter
    • Staatlich geprüfter Lebensmitteltechniker
    • Betriebswirt des Handwerks

    Anmeldung:

    Ansprechpartner:

    Ausbildungsbetriebe

    • Eine Auswahl unserer Dualen Partner finden Sie hier